Tipps für England und Wales (ohne Schottland!)

  • So, die Fähre ist jetzt gebucht. Wir planen im Sommer (Ende Juni bis Mitte Juli) für knapp drei Wochen nach England und Wales zu fahren - ganz bewusst nicht nach Schottland! Die Fähre nach Newcastle am gewünschten Wochenende war bereits ausgebucht und ich war auch schon öfter da.


    Wir fahren von Rotterdam nach Hull und wollen dann gegen den Uhrzeigersinn durchs Land. Zurück geht es von Dover nach Dünkirchen.


    Über gute Tipps zu Sehenswertem, schönen Landschaften und Stellplätzen würde ich mich sehr freuen!


    Aktuelle Idee: erst mal in den Norden von England, maximal bis zum Hadrianswall, Lake District und dann runter Richtung Wales, Cotswolds und wenn die Zeit noch reicht vielleicht auch noch Cornwall und die Südküste mitnehmen.


    Mit dem National Trust hatten wir bisher gute Erfahrungen gemacht, deswegen wäre da eine Mitgliedschaft oder Saisonkarte denkbar, um Burgen, Schlösser und Landschaftsdenkmale zu besuchen.

    Statt Alpenpässe sammeln in diesem Jahr vielleicht Herrenhäuser a la Rosamunde Pilcher?

    Und die Naturgebiete, die von der Forestry Commission verwaltet werden, werden wir auch abchecken - und spätestens in Wales muss dann ein MTB-Trail-Center unter die Stollenreifen.


    Wie gesagt: ich freue mich über Tipps und werde dann im weiteren Verlauf über Plaung und Durchführung berichten.


    Beste Grüße


    tobi

  • Folgende Dinge habe ich inzwischen recherchiert:


    National Trust:

    Jahresmitgliedschaft (die sich nicht automatisch verlängert) liegt bei 120 Pfund für die Familie. Bei Eintrittspreisen von 20 bis 35 Pfund pro Familie und der eingesparten Parkkosten rechnet sich das für mich bei einem dreiwöchigen Urlaub. Außerdem sind die Visitor Center, Shops und Besucher-Cafés von Freiwilligen immer mit sehr viel Liebe geführt.

    Nationaltrust.org.uk

    Für Schottlandfahrer mit 102 Pfund sogar etwas günstiger, wobei beide Mitgliedschaften auch wechselseitig (in England, Wales, Schottland und Nordirland) gelten.

    Nts.org.uk


    English Heritage:

    Es gibt zeitabhängige Besucherpässe (overseas visitors pass): Für Familie 9 aufeinanderfolgende Tage für 60 Pfund, 16 aufeinanderfolgende Tage für 70 Pfund.


    Und zum Mountainbiken in Wales bin ich auch schon fündig geworden - und es sieht sehr vielversprechend aus :-)

    Mbwales.com


  • Nächster Schritt zum Urlaubsglück:

    Ich war am vergangenen Samstag in meinem Lieblings-Reisefieber-Laden einkaufen: Landkarten- und Reiseführerbuchhandlung Schropp in Berlin-Charlottenburg, Hardenbergstraße, ggü. der Universität der Künste.

    Folgendes kam dabei rum:

    • Straßenatlas AA Big Road Atlas Britain, Maßstab 1:190.000 (3 miles to 1 inch)
    • England mit dem Wohnmobil von Michael Moll, Bruckmann Verlag - schöne Bilder, Ideengeber, Routenvorschlag, Stellplätze
    • DuMont Reise-Handbuch Nord- und Mittelengland von John Sykes - schöne Detailkarten für Wanderungen und Aktivitäten, Kulturtipps, Features, Hintergründe - ganz nach meinem Geschmack
    • Und weil mir das DuMont Reise-Handbuch so gut gefällt, habe ich auch gleich das für Südengland bestellt


  • Jetzt wird alles Gelesene und für wichtig Befundene aus Reiseführer, Internet und sonstigen Quellen per kleinem Post-It im Atlas (teilweise mit Quellenangabe zum erneuten nachlesen) markiert: Sehenswürdigkeiten, Stellplätze, MTB-Trail-Center, Ausgangspunkte für Wanderungen ....



    Damit habe ich dann die Informationen auf der Reise an einem Ort, sehe, was ich unterwegs „mitnehmen“ kann, also was bei der jeweiligen Tagesverfassung in realistischer Reichweite liegt. Und es werden NICHT alle Punkte sklavisch abgefahren und erledigt.


    Das ganze Prozedere erhöht meine Urlaubsvorfreude und macht den Urlaub vor Ort zu einem dichteren Erlebnis, da man aus dem Vorgefilterten auswählen kann und nicht vor Ort lange recherchieren muss. (Geheim-) Tipps von Reisebekanntschaften können damit dann auch noch berücksichtigt werden.


    Das System passt ganz gut zu einem Vagabunden wie mir.

  • Hat eigentlich schon jemand mal Erfahrungen mit Brit-Stops, France Passion, Espana Dicovery o.ä. gemacht, also mit diesen „eine Übernachtung beim Bauern/Erzeuger“ Angeboten? Würde mich mal interessieren, wie sich das in der Praxis macht und ob es sich lohnt.

    Ixeo Time IT 710 G Edition 30 auf Citroen HDI 160, BJ 2018

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  • So, jetzt fasse ich mal zusammen, was mir im Urlaub in England und Wales so aufgefallen ist, was für andere vielleicht hilfreich bei der Reiseplanung sein könnte (Stand: Juni/Juli 2019)



    Fahren

    · Linksverkehr – das ist ja bekannt, aber ich finde es nicht schwer. Man muss sich am Morgen und bei einem Start nach einer Pause beim losfahren daran erinnern und wenn man drin ist läuft es dann

    · Abbiegen – ja, auch daran muss man sich erinnern: Linksabbiegen = kleiner Bogen, Rechtsabbiegen = großer Bogen – je mehr man sich daran gewöhnt, sich an den linken Fahrbahnrand zu „kuscheln“, umso leichter fällt auch das

    · Kreisverkehr / Einblick Linksfahrer – Kreisverkehre gibt es genug, teilweise sogar zu viele, manchmal sogar in Reihe geschaltet oder zu einem Kreisverkehr-Kreis zusammengelegt – die Schilder davor weisen schon an die Einfahrtrichtung hin – im Uhrzeigersinn – und erst kommt der Fernwegweiser, dann der Nahwegweiser – und wenn man dann in der Einfahrt steht, muss man als Linkslenker Wohnmobil einen vertrauenswürdigen Beifahrer haben, denn die Sicht auf das, was von rechts kommt, ist oftmals durch fehlende Fenster im WoMo-Aufbau eingeschränkt

    · Autobahnen – sind eigentlich so wie bei uns, sehr großzügig. Die Beschleunigungsspuren der Auffahrten sind aber etwas anders markiert und laufen in einem gleichmäßig bleibenden, spitzen Winkel auf die Hauptspur zu, man fährt also nicht ein Stück parallel wie bei uns, sondern immer im spitzen Winkel. Das ist aber wegen der Großzügigkeit überhaupt kein Problem, nur in Baustellen vielleicht manchmal spannend.

    · Freundlichkeit/Höflichkeit im Straßenverkehr – ist, wie sollte man es in England anders erwarten, sehr ausgeprägt. Das hilft einem besonders auf schmalen Straßen mit „passing places“

    · Schmalere Straßen/Fahrspuren – Die Straßen haben, abgesehen von Autobahnen, schon schmalere Fahrspuren als bei uns (auch die viele Straßen der „A“ Kategorie). Mit 2,30m Breite füllt man schon mal gerne die gesamte Fahrbahn aus. Bei entgegenkommenden Bussen und LKW fand ich es dann gut, dass ich mich als Linkslenker an der äußeren Fahrbahnbegrenzung orientieren konnte – des öfteren habe ich auch runter gebremst um auf Nummer sicher zu gehen

    · Straßenmarkierungen / Markierungs“Nägel“ – Bei diesen engen Fahrspuren war es für mich hilfreich, dass oft abwechselnd mit der Fahrbahnmarkierung auch Markierungs“Nägel“ in die Mittellinien eingebaut wurden. Ich habe diese als Old-School Spurhalteassistenten genutzt, akustisch und taktil. Das war nur an einem Tag nervig, da hatte ich Kopfschmerzen und und die engen Straßen ließen mir nur die Wahl zwischen links die Hecke streifen und rechts „toktok – toktok“

    · Langsameres vorankommen – schmalere Straßen und dünneres Autobahnnetz haben sich bei mir auf die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit ausgewirkt – aber man ist ja im Urlaub und kann genießen.

    · Hecken und Mauern – Oft grenzen Hecken und Mauern am Straßenrand die Sicht ein. Abgesehen vom Verkehrssicherheitsaspekt auf schmalen und kurvenreichen Straßen nehmen einem diese Sichtbegrenzungen auch einen Teil des Landschaftsgefühls, also den Weitblick und die Übersicht.

    · Slow! – es wird viel gewarnt, vor engen Kurven, unübersichtlichen Stellen wie Kuppen oder Senken („Blind Summit“ / „Blind Dip“), jeweils mit Schild am Straßenrand und Schrift auf der Fahrbahn. Eine verbindliche Geschwindigkeitsbegrenzung ist damit nicht zwangsläufig verbunden, oft Empfehlungen wie „max. 30 mph“ o.ä.

    · Angaben in Meilen – die Meilenangaben auf den Entfernungsschildern täuschen über die tatsächliche Entfernungen hinweg, da die Zahlen für Fahrer die Kilometerangaben gewohnt sind verführerisch klein wirken. Bezüglich der Geschwindigkeitsbegrenzungen hat zum Glück mein Navi die mp/h Angaben in km/h Angaben umgerechnet und so Begrenzung und tatsächliche Geschwindigkeit angezeigt.

    · Schild: „Road unsuitable vor HGV and Coaches“ – Das ist ein „Prädikat“ für enge Straßen mit nur kleinen Ausweichplätzen – HGV steht für Heavy Goods Vehicle, also LKW über ca. 20 Tonnen – Diese Straßen sind oft schön, fast schon romantisch, verwunschen, man sollte diese Straßen aber möglichst nur in entspanntem Gemütszustand nutzen, ein gutes „Kratzer-Ex“ Poliermittel haben oder die entstehenden Kratzer (links UND rechts gleichzeitig) als Trophäen für schöne Urlaubserlebnisse abhaken. Oder eben diese Straßen meiden ;-). Durchgekommen bin ich aber mit 7m Länge, 2,80m Höhe und 2,30m Breite überall (selbst im verwinkelten Mousehole) – körperliche Anspannung war aber durchaus teilweise zu verspüren.

    · Steigungen und Gefälle – die Schilder am Straßenrand sind durchaus beeindruckend und bis 25% hat unser BiBo auch alles mitgemacht. Beim 30%-Gefälle Schild in Robin Hood’s Bay war der Besucher-Parkplatz aber zum Glück oberhalb

    · Enge Orte – Manches Fischerdorf ist wirklich süß und verwinkelt und bei Mousehole hatten wir vermutet, dass wie in Robin Hood’s Bay und Mevagissey der Parkplatz am Ortseingang kommt und der Rest zu Fuß besichtigt wir – der Parkplatz kam aber erst am Hafen und war voll und für 7m Länge nicht geeignet. Es war ein kurzer Besuch mit erhöhter Schweißproduktion ;-).

    · Radarkontrollen – für mich als Wohnmobilist im Urlaubsmodus keine große Bedrohung, es wird aber ständig darauf hingewiesen und es gibt teilweise (u.a. In Autobahnbaustellen) auch Abschnitts-Radarkontrollen, bei denen die Durchschnittsgeschwindigkeit in einem bestimmten Abschnitt kontrolliert wird.

    · Hohe LKWs – die haben mich beeindruckt (fast nur auf der Autobahn gesehen): Sattelzüge die ca 1,5 mal so hoch waren, wie LKW bei uns. So schmal und hoch, da war ich immer froh, wenn kein Seitenwind beim Überholen war ;-)

  • Parken

    · Bewirtschaftung – es sind eigentlich alle Parkplätze bewirtschaftet, meist nach dem „pay & display“ Konzept (Vorkasse), sehr selten auch mit Schranken „pay as you leave“ („Spitzabrechnung“ der tatsächlichen Parkdauer bei Verlassen). Und die Parkkosten sind gerne 2-3 Pfund pro Stunde oder auch gerne Pauschalen für mehrere Stunden.

    · Höhenbegrenzung – habe ich an Parkplätzen zum Glück nicht so viele gesehen

    · Länge und Breite – an manchen Stellplätzen wurde darauf hingewiesen, dass wenn man zwei Parkflächen in Anspruch nimmt auch zwei Tickets ziehen muss. Und bei schmalen markierten Parkstreifen am Straßenrand wird es mit den 2,30m Breite knapp. In York sind wir dann alle durch die Fahrertür ausgestiegen (damit die Aufbautür nicht „mitgenommen“ wird)

    · Verfügbarkeit – gefunden haben wir eigentlich immer ziemlich bald etwas passendes (auch dank der „Park4Night“-App), da habe ich in Italien schon längere Parkplatzsuchen hinter mir L


    Übernachten

    · Stellplätze – in „unserem“ Sinne, also mit Ver- und Entsorgung sowie EHU (=Elektric Hook Up = Elektroanschluss) haben wir keine gesehen bzw. befanden sich nicht in den Stellplatz-Apps und -Führern auf unserer Route

    · „Wildes Übernachten“ – ist grundsätzlich verboten, manche Parkplätze haben aber Tickets für „über Nacht“ im Angebot, wohl eine Grauzone.

    · Campingplätze – gibt es, häufig von Camping-Clubs betrieben, haben wir aber in diesem Urlaub nur 1x in Anspruch genommen

    · BritStops – das englische Pentdant zu „Landvergnügen“ oder „France Passion“ etc. Ist eine brauchbare Alternative zu den fehlenden Stellplätzen. Häufig an Pubs und Landgasthöfen, selten bei Landwirten und Erzeugern. Sehr nette Gastgeber, oft tolle Locations, aber nicht immer passt der im Buch angegebene Ausstattungsstand zu V&E mit der Realität überein.

    · Ver- & Entsorgung – Wegen der nicht vorhandenen Stellplatz-Infrastruktur haben wir des öfteren unsere Toilettenkassette und das Grauwasser (per Eimer) bei den häufig vorhandenen „Public Toilets“ entleert – dabei aber immer darauf geachtet, dass wir den Ort am besten sauberer hinterlassen, als wir ihn vorgefunden haben.


    Tanken

    · Supermarkttankstellen – nach unserer Erfahrung waren die Tankstellen großer Supermärkte (Safeway’s, ASDA ..) meist rund 3-5 Pence pro Liter günstiger als normale Tankstellen. Wir haben im Sommer 2019 meist zwischen 124 und 127 Pence pro Liter bezahlt

    · AdBlue – Wie es Murphy so will, hat sich natürlich die Ad-Blue Anzeige im Urlaub gemeldet. Mit einer Ad-Blue-Finder-App habe ich aber eine Ad-Blue Tankstelle gefunden, wo ich den Harnstoff tanken konnte und keinen Kanister kaufen musste. Preislich lag der Liter Ad-Blue bei ca. 60 Pence pro Liter

    · LPG – auch ein Nachtanken der Gastankflasche wurde nötig (Kochen und Kühlen, kein Landstrom). Auch hier hat uns eine LPG-Finder-App sicher zu einer Tankstelle geführt. Das lief mit Tankwart und völlig problemlos.

  • Wetter

    · Glück muss man haben – und wir hatten Glück! Von den drei Wochen hatten wir nur 2x Regen: am ersten Tag ein Unwetter-Regen und der zweite Tag war insgesamt vernieselt. Der Rest der Zeit war trocken und meist angenehm warm, dass man meist mit kurzer Hose und T-Shirt rumlaufen konnte. Manchmal war es stärker bewölkt, aber es blieb trocken doch meist sonnig und nur leicht bewölkt.

    · Baden – auch das geht. Wir waren sowohl in den Seen des Lake District als auch in Wales und Cornwall im Meer. Ist aber frisch ;-)



    Einkaufen

    · Öffnungszeiten – Mich hat verwundert, dass die „normalen“ Geschäfte in den Städten schon um 18:00 Uhr zu machen. Dafür haben viele aber auch Sonntags von 11:00 bis 17:00 geöffnet

    · Geldautomaten – findet man an vielen Orten und einige werben auch damit, dass das abheben von Seiten der Bank, die den Automaten aufgestellt hat, gebührenfrei ist. Wenn die heimische Bank die Abhebungen auch kostenfrei hält, kommt man so einfach, preiswert und zu jeder Zeit an Bargeld

    · Kartenzahlung – wegen der Umrechnung Pfund zu Euro hat meine Bank für (Kredit-) Kartenzahlungen 1,5% des Umsatzes als Kosten belastet. Wir haben uns deswegen für Geldautomaten und Bargeld entschieden

    · Preise – das Preisniveau für Lebensmittel ist, wie in so vielen Ländern, höher als in Deutschland, aber nach unserer Einschätzung verkraftbar

    · Angebot – in Lebensmittelmärkten fällt mir der höhere Anteil an Convenience- und Fertigmenüs auf

    · Aldi & Lidl – wer sich an den aus Deutschland vertrauten Logos erfreut, braucht nicht lange suchen. Das Angebot ist natürlich den englischen Einkaufsgewohnheiten angepasst


    Touristisch

    · National Trust – Der National Trust ist eine NGO/ein Verein, der sich dem Denkmalschutz und dem Erhalt von Gebäuden und Landschaften in England verschrieben hat (gilt auch für Wales, Nordirland und Schottland, da aber mit eigener Organisation). Die Attraktionen die dem NT gehören, sind mit einen Eichenblatt-Icon oft schon ab der Autobahn ausgeschildert. Sie verfügen meist über Parkplätze (kostenpflichtig), auf denen man auch mit dem WoMo stehen kann, sehr gut gemachte Visitor Center, Tea Rooms/Restaurants und Shops, gut gemachte Ausstellungen und freundliches Personal. Wir haben uns eine Familien-Jahresmitgliedschaft für 126 Pfund gegönnt und damit allerlei besucht. Als Mitglied parkt man kostenlos (Ausweis wird am Parkplatz gescannt) und hat freien Eintritt. Insgesamt hätten wir für Parkplätze und Eintritte bei NT rund 320 Pfund bezahlt. Es hat sich also gelohnt und man hat auch immer schöne Ziele und Anlaufpunkte.

    · English Heritage – ähnlich wie der National Trust, aber vor allem Burgen sowie Römische und Frühzeitliche Zeugnisse – auch da gibt es eine Pauschale für zwei oder drei Wochen, habe ich aber nicht gemacht

    · Eher unbekannte Höhenzüge und Landschaften – England hat beeindruckende Landschaften. Südenglands Küste und der Lake District sind ja bekannt. Peak District, Cheviot Hills, Yorkshire Dales, Dartmoor etc. Sind bei uns in Deutschland weniger bekannt aber nicht weniger schön.

    · Wandern – wir haben mal einen Abschnitt eines Küstenwanderwegs in Wales ausprobiert: Empfehlenswert. Auch im Cornwall waren wir an der Küste unterwegs: Sehr schön! Und das Jahrhunderte alte Recht der Public Footpathes mit kleinen Stiegen über Mauern und Zäunen gibt ganz neue Blickwinkel…

    · Radfahren – Bin ja eher ein Radfahrer und England, Wales und Schottland sind ein Mekka für Mountainbiker. Super angelegte Trailcenter überall im Land, sowas fehlt uns in Deutschland echt! – Für die Grob- und Feinplanung der Besuche empfiehlt sich die App „Trailforks“ in der alle Trails mit Schwierigkeitsgrad, Länge und Höhenmetern auf und ab eingezeichnet sind.

    Trail Center gibt es oft von der Forstbehörde angelegt, aber auch in in regionaler oder privater Initiative.

    · Forest Road – Auch von den Forstbehörden angelegt sind Forest Roads. Schotterstraßen durch Wälder, teilweise mit malerischen Picknick Plätzen versehen. Nutzung gegen Gebühr (mal 3 Pfund im Kielder Forest, mal 9 Pfund in den Nort York Moors)

    · Gärten – Wer Gärten mag, ist in England richtig: Vom Vorgarten bis zum Schlosspark —> sehr geschmackvoll und auf Grund des milden feuchten Klimas auch immer sehr üppig. Man hat teilweise den Eindruck, der Geschmack, der der sprichwörtlichen englischen Küche fehlt ist in die Gartengestaltung und -pflege geflossen. Großes Kino!

  • Reiseführer

    · Zu den Reiseführern hatte ich oben schon geschrieben, welche wir genutzt haben. Zusätzlich kamen bis zum Reiseantritt noch hinzu:

    Dumont Reise-Handbuch Südengland aktiv erleben, Ingrid Nowel, Annette Kossow, 4. Auflage 2017 (textlastig, Tourentipps, Karte)

    DuMont Reise-Taschenbuch Wales, Petra Juling, Ulrich Berger, 5. Auflage 2018 (etwas bunter, Tourentipps, Karte)

    Kunth Verlag, Unterwegs in England und Wales - Das Große Reisebuch, 2018 (fotogeshopte Appetizer-Bilder, Karten – für den Überblick, was es alles schönes zu sehen gibt)

    · Zum WoMo-Reiseführer England von Michael Moll – Die dort gefällten Urteile, ob etwas besichtigungswürdig ist oder nicht, würde ich mal in Frage stellen: Zu Bristol stand dort sinngemäß: Hauptattraktion ist die Suspension Bridge außerhalb der Stadt, die Stadt selber muss man sich nicht unbedingt ansehen. Wir sind trotzdem reingefahren und haben eine sehr lebendige, junge Stadt vorgefunden, mit Kathedrale und Graffitis eine interessante Mischung und auch mit einem gastronomischen Angebot, was sehr einladend aussah. Uns hat es gefallen und des ist nach meiner Meinung sehenswert. Stellplatztipps wie in anderen WoMo Reiseführern vom Michael Moll habe ich vermisst (Campingplätze waren aber angegeben), liegt aber auch daran, dass die Stellplatzstruktur in England quasi nicht vorhanden ist.


    Meine Highlights diese Urlaubs

    · York – vielfältige Stadt (u.a. Mit „Harry Potter Gasse“ und Minster) nahe der Fährankunft in Hull

    · Fountains Abbey (NT) – Klosterruine in Landschaftspark

    · Yorkshire Dales

    · Hadrians Wall

    · Ullswater (Lake District) – wir sind links rangefahren und haben am Wasser gechillt – baden mit toller Bergpanorama (da kommt aber auch schon mal ein Kampfjet im Tiefflug durch)

    - Liverpool FC

    - Chester – Mittelaterliche Shoppingstraßen in zwei Ebenen

    · Küstenwanderung Pembrokeshire Coast

    · Bikepark Wales – wirklich gut organisiert und toll gepflegte Strecken

    · Bristol – mir haben die verschiedenen Graffitis gefallen – auch sonst sehr vielfältig

    · Bath – kleine, adrette Stadt mit beeindruckender Fußgängerzone

    · St. Michael’s Mount (NT) + St. Ives – Halbinsel + Bucht von Porthcurno/Minnack Theatre

    · Frühstückspicknick Jurassic Coast – Golden Cap

    · Seven Sisters/Beachy Head


    Was zu kurz gekommen ist:

    · Wales

    · Cotswold/Grenzland Wales

    · Peak District

    · Aktivitäten (Radfahren, Mountainbiken, Wandern)

    · —> wir hatte uns einfach zu viel Regionen/Strecke vorgenommen


    Sonst so/Erkenntnisse

    · Beschränkung auf eine Region – nicht alles mit einem Mal sehen wollen —> nur Wales, nur Südküste oder nur Nordengland hätte auch jeweils für einen beeindruckenden dreiwöchigen Urlaub gereicht – so war es etwas viel Fahrerei

    · Fähre – der Start mit der Nachtüberfahrt Rotterdam-Hull mit Kabine war ein entspannter Start in den Urlaub und ein erstes Highlight. Und dass wir auf dem Rückweg nicht auf die Fähre gehetzt sind, sondern noch eine Nacht direkt in deren Nähe von Dover an der Küste standen, war ein stimmungsvoller Ausklang

    · CCTV – Videoüberwachung ist überall vertreten

    · Mobile Daten – wenn man sich so in den ländlichen Gebieten umhertreibt ist das Netz auch dünn und langsam

  • Unsere Reiseroute 2019.


    1. Woche

    Sa – Anreise

    So – Anreise Fähre Rotterdam-Hull (über Nacht mit Kabine)

    Mo – Hull, York, Fountains Abbey, Yorkshire Dales —> Malham (Parkplatz)

    Di – Yorkshire Dales (Malham Tarn, Ribblehead Viaduct), Rievaulx Terrace, (Dalby Forest) Scarborough —> Cloughton (BritStops)

    Mi – Robin Hood’s Bay, Whitby, Durham, Kielder Forest (Forest Road) —> Kielder Village (BritStops)

    Do – Kielder Water/Kielder Forest (Radfahren), Hadrians Wall —> Greenhead (BritStops)

    Fr – Lake District (Ullswater, Aira Force, Ambleside —> Biggar (Isle of Waley) (BritStops)


    2. Woche

    Sa – Newby Bridge (Fell Foot Park), Ulverston —> Foxfield (BritStops)

    So – Sizergh Castle, Liverpool (Anfield Road, Hafen, City, Cavern Club) —> Chester (Parkplatz)

    Mo – Chester, Llandudno, Conwy —> Betws-y-Coed (BritStops)

    Di – Panne – Schlüssel geht nicht mehr ins Zündschloss – abgeschleppt durch den Snowdonia National Park endlich mal beim Fahren fotografieren ;-) —> Llangefni (PSA Peugeot Professional Händler)

    Mi - Menai Suspension Bridge, Penrhyn Castle, Snowdonia National Park —> Nevern (BritStops) (Pembrokeshire)

    Do – Coastwalk bei Poppit Sands —> Merthyr Tydfil (Campingplatz)

    Fr – Bikepark Wales (Merthyr Tydfil)


    3. Woche

    Sa – Bristol, Bath (sehr empfehlenswert!), Cheddar Schlucht, Exeter —> Plymouth (Jenny’s cliff) (Parkplatz)

    So – Plymouth, Buckland Abbey, Dartmoor, Lanhydrock House —> Mevagissey (Parkplatz)

    Mo – Truro, St. Michael’s Mount, Mousehole (mit 7m Camper schon eine Herausforderung), Porthcurno (Minnack Theatre, Strand), Land’s End, Sennen Cove, Levant Mine —> Carn Calver Mine (Parkplatz)

    Di – St. Ives, Trerice, Dartmoor —> Bridport (BritStops)

    Mi – Golden Cap/Jurassic Coast, Corfe Castle, New Forest, Winchester —> Bognor Regis (Parkplatz)

    Do – Brighton, Seven Sisters/Beachy Head, Bexhill-On-Sea, Bodiam Castle, Rye —> St. Margarethe’s Bay (BritStops)

    Fr – Fähre Dover-Dunkerque —> Wipperfürth (Stellplatz)

    Sa – nach Hause

  • So viel geschrieben und doch noch was vergessen:

    Die Fahrzeugmaße (Breite, Höhe, Länge ) habe ich mir in Fuß umgerechnet aufs Armaturenbrett geklebt, damit ich sie schnell parat habe. Meist sind die Schilder sowohl metrisch als auch in Fuß angegeben, aber an manchen Stellen hat sich die Umstellung auf das metrische System noch nicht ganz durchgesetzt. 😉